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Kingdom Hearts Collection I-III
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BEWERTUNG |
25.10.2026 von XthoniosKaum eine Spielereihe verbindet kindlichen Disney-Charme und komplexe JRPG-Erzählkunst so konsequent wie Kingdom Hearts. Die Kingdom Hearts Collection [I–III] versammelt nun einen Großteil der Saga rund um Sora, Donald und Goofy auf der PlayStation 5. Das ergibt ein gewaltiges Paket für Neueinsteiger. Ob sich die Neuauflage auch für langjährige Fans lohnt, hängt allerdings vor allem von den technischen Verbesserungen ab.
Freundschaft, Finsternis und bemerkenswert viele Untertitel
Als Kingdom Hearts 2002 Figuren aus den Welten von Disney mit der Rollenspielästhetik von Square Enix verband, klang das Konzept beinahe wie ein Marketingexperiment. Aus dem ungewöhnlichen Crossover wurde jedoch eine über Jahrzehnte erzählte Saga über Freundschaft, Identität und den Kampf um die Herzen verschiedener Welten. Die neue Zusammenstellung bündelt drei bereits bekannte Pakete: Kingdom Hearts HD 1.5+2.5 ReMIX, Kingdom Hearts HD 2.8 Final Chapter Prologue und Kingdom Hearts III + Re Mind.
Hinter dem vermeintlich einfachen Titel steckt ein beachtliches Archiv: vier vollwertige Spiele und zwei Filmfassungen in 1.5+2.5 ReMIX, zwei spielbare Beiträge und ein Film in 2.8 sowie Kingdom Hearts III inklusive Erweiterung. Insgesamt sind damit sieben Titel beziehungsweise Episoden spielbar; drei weitere Geschichten werden ausschließlich als HD-Zwischensequenzen präsentiert. Kingdom Hearts: Melody of Memory fehlt ebenso wie spielbare Fassungen von 358/2 Days und Re:coded. Das Ergebnis ist umfangreich, aber nicht lückenlos. Vor allem ist es keine einfache Trilogie. Neben den nummerierten Hauptteilen sind die vermeintlichen Nebenepisoden für das Verständnis der Gesamthandlung relevant. Wer nur Teil eins, zwei und drei spielt, überspringt deshalb wesentliche Verbindungen zwischen Figuren und Ereignissen.
Die einzelnen Geschichten in einem kurzen Überblick
Scharfes Bild, aber kein flächendeckendes Remaster
Technisch zeigt sich die Collection zweigeteilt. Die älteren Werke aus HD 1.5+2.5 ReMIX liefen schon auf der PS4 mit 60 Bildern pro Sekunde. Auf der PS5 wirken sie scharf und profitieren von kurzen Ladezeiten, grundlegend neue Texturen, Modelle, Beleuchtungssysteme oder Komfortfunktionen gibt es jedoch nicht. Ihre klare, stilisierte Gestaltung altert wesentlich besser als ein realistischer Grafikstil, kaschiert aber nicht sämtliche kantigen Umgebungen und steifen Animationen älteren Playstation Generationen. Deutlicher fällt der Sprung bei Kingdom Hearts III und 0.2 Birth by Sleep aus. Hier konnte eine stabile 60-fps-Darstellung, eine tolle Bildschärfe und verbesserten Ladezeiten festgestellt werden. Vor allem bei Kingdom Hearts III zeigt sich am besten die Adapation an die Playstation 5 Version. Grafisch einfach absolut gelungen.
Beim Ton bleibt die Reihe einfach ihrer Linie treu. Orchestrale Themen, melancholische Klaviermelodien und charakteristische Stücke aus den jeweiligen Disney-Welten geben den Welten eine eigene Identität. Die englischen Sprecherleistungen müssen einfach gelobt werden. Der Soundtrack zieht den Spieler auf magische Weise in eine märchenhafte Welt und lässt ihn nicht mehr los.
Beim Bedienkomfort bleibt unserer Ansicht nach Luft nach oben. Die älteren Spiele verzichten oft auf moderne Zielführungen, wodurch man als Spieler mitunter unnötig lange nach dem nächsten Ausgang oder Auslöser sucht. Bereits aus früheren Remaster-Fassungen bekannte Verbesserungen wie Kamerasteuerung über den rechten Stick und überspringbare Zwischensequenzen sind vorhanden, darüber hinaus wurde die Gelegenheit für eine umfassende Modernisierung aber nicht genutzt. Hier wäre eine einheitliche Steuerung inklusive Implementierungen der Verbesserungen aus den letzten Spielen das berühmte I-Tüppelchen gewesen.
Das Herz sitzt am richtigen Fleck
Als Sammlung ist Kingdom Hearts Collection [I–III] beeindruckend. Sie dokumentiert, wie aus einem charmanten Disney-Crossover ein immer komplexeres Action-Rollenspiel-Epos wurde. Der direkte Wechsel zwischen den Spielen macht zugleich sichtbar, wie Soras zunächst etwas schwerfällige Kämpfe über die Jahre zu akrobatischen, effektgeladenen Schlachten heranwuchsen. Gerade Neulinge bekommen ein außergewöhnlich umfangreiches Paket. Das Komplettpaket bietet grob zwischen 150 und mehr als 200 Stunden Spielzeit, abhängig von Spielweise und Nebenaktivitäten. Wer die Geschichte nachvollziehen will, sollte allerdings auch die drei Filmkapitel ansehen und die Titel möglichst in der innerhalb der Sammlungen vorgesehenen Veröffentlichungsreihenfolge absolvieren. Der Titel verspricht dennoch etwas mehr Vollständigkeit, als tatsächlich geboten wird. 358/2 Days und Re:coded bleiben reine Filmfassungen, Melody of Memory fehlt, und die älteren Spiele wurden nicht grundlegend für die neue Konsolengeneration überarbeitet. Für Besitzer der PS4-Sammlungen ist der Mehrwert deshalb überschaubar. (auch wenn es dann 50% Rabatt auf die PS5 Version gibt).
Cover & Bilder © Disney. © Disney/Pixar. © 2026 SQUARE ENIX LTD. All Rights Reserved Das Fazit von: Xthonios
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