![]() |
Compulsion
|
BEWERTUNG |
02.02.2026 von MarSMit dem Erotikthriller Compulsion präsentiert Neil Marshall - natürlich erneut gemeinsam mit seiner Dauerflamme Charlotte Kirk - seinen nächsten Versuch, an längst vergangene Erfolge anzuknüpfen. Von uns erfahrt Ihr, ob es auch dieses Mal nur beim Versuch geblieben ist...
Angewidert von ihrem Leben und genervt von ihrer Freundin zieht sich Evie (Anna-Maria Sieklucka) in das Anwesen ihres reichen Stiefvaters auf Malta zurück, um sich eine Auszeit zu gönnen. Dort lernt sie ihre Nachbarin Diana (Charlotte Kirk) kennen, die mit ihrem Freund Reese (Zach McGowan) in der benachbarten Villa lebt. Während sich die beiden Frauen näherkommen, ist Evie dabei nicht klar, dass Diana ein doppeltes Spiel spielt, und ihr eigentliches Interesse dem Vermögen ihres Stiefvaters gilt. Unterdessen sind die beiden Detectives Claudia (Giulia Gorietti) und ihr Partner Crawford (Harvey Dean) auf der Jagd nach einem Serienkiller, der auf der Insel sein Unwesen treibt und auf brutale Art und Weise seine stets männlichen Opfer umbringt. Schon bald führt sie ihre Spur ausgerechnet zu Evie und Diana...
Frei nach dem Motto "Sex Sells" versucht sich Neil Marshall tatsächlich daran, einen Erotikthriller abzuliefern, was nicht nur im völligen Kontrast zu seinen bisherigen Werken (sowie seinen eigentlichen Stärken) steht, sondern auch noch gehörig nach hinten losgeht. Wobei Erotikthriller ohnehin nicht ganz richtig ist, denn vielmehr könnte man Compulsion mit den guten alten Giallo-Filmen vergleichen, denn neben reichlich nackter Haut und einigen - nicht allzu erotisch inszenierten - Sexszenen geht es hier ja auch um die Jagd auf einen Serienkiller, der recht blutig seinem Geschäft nachgeht. Wenn er es denn dann mal tut, denn die handwerklich ordentlich dargebrachten Gewaltspitzen bilden doch eher die Ausnahme. Überhaupt fehlt es Compulsion an einer klaren Linie, ebenso wie einem nennenswerten Spannungsbogen oder einer klar definierten Handlung. Während sich zahlreiche wirre Handlungsstränge die Klinke in die Hand geben, um im bizarren Finale irgendwie zusammengeführt zu werden, stolpern die durchwegs auf nicht allzu hohem Niveau agierenden Darsteller durch diverse, zumindest schön eingefangene Szenerien, geben miserable Dialoge zum Besten, und dürfen immer wieder mal blankziehen - jedoch nur zum Zweck offensichtlich voyeuristischer Schauwerte, weniger um tatsächlich Erotik zu versprühen.
Details der Blu-ray
Leicht überstrahlende, warme Farben dominieren das Bild der Blu-ray, und setzen damit die ansprechenden Landschaftsaufnahmen sowie die Körper der Darsteller ins richtige Licht. Kontrast und Schwarzwert sind sehr gut eingestellt, ebenso wissen Schärfe und Detailgrad zu gefallen. Durch das beinahe etwas zu cleane Bild versprüht der Look durchwegs einen leichten TV-Beigeschmack. Die Tonspur erweist sich als eher zweckdienlich und liefert zwar klar verständliche, klare Dialoge sowie eine stimmige Einbindung des Soundtracks, gezielte Effekte und eine nennenswerte Dynamik bleiben aber aus. Auch hier bleibt die Blu-ray dem billigen TV-Stil der Inszenierung treu. Cover & Bilder © Lighthouse Home Entertainment - All rights reserved. Das Fazit von: MarS
|
|

Inhalt



Kommentare[X]