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Metro 2033

Publisher: THQ
Genre: Action
Sub-Genre: 1st Person Shooter
Art: Vollpreistitel
Erscheinungsdatum: 16.03.2010
USK 18

Metro 2033   25.03.2010 von Panikmike

Die Welt ist dem Untergang geweiht. Alles ist zerstört, die Erde lebt nicht mehr so, wie wir sie im Moment kennen. Dieses Szenario kennt man bereits aus diversen Spielen wie z.B. Fallout, doch auch in Metro 2033 wird es aufgegriffen. Der russische Schriftsteller Dmitry Alexejewitsch Glukhovsky schrieb eine Geschichte um einen Weltuntergang, diesStory spielt in Russland, genauer gesagt in Moskau. Die Überlebenden sind alle unter der Erde, die Chance überirdisch zu überleben ist gleich Null. Im Untergrund werden die U-Bahn Schächte benutzt, um das Beste aus der ausweglosen Situation zu machen.

Wir spielen den jungen Mann Artjom, der die obige Welt nur aus Erzählungen und von Postkarten kennt. Die schöne Welt besteht aus grünen Bäumen, Hochhäusern und einem Flair, welches er nicht kennt. Seine Welt besteht aus dem Untergrund, der nuklearen Stille und einer zerstörten Realität. Ständig haben Artjom und seine Untergrundleute Angst vor Mutanten, die in den U-Bahn Schächten ihr Unwesen treiben. Doch das ist nicht alles, eine neue Bedrohung soll noch viel schlimmer sein. Die Dunkelheit und ihre Schattenwesen töten jeden, der ihnen in die Quere kommt. Keiner weiß was über diese Monster, doch das kann man ändern. Eines Tages lernt ihr einen Mann namens Hunter kennen, der mit euch zusammen versucht, die unbekannten Wesen zu erforschen. Er bittet euch zu der Station „Polis“ zu reisen und schon kann es losgehen…

Metro 2033 ist ein klassischer Egoshooter mit einigen netten Ideen. Anders wie bei einigen Titeln dieses Genre, setzt THQ die Geschichte und die Atmosphäre in den Vordergrund. Manchmal geht es heiß her, hin und wieder gibt es auch ruhige Momente. Ihr durchstreift die Moskauer Metro und versucht diverse Missionen zu erfüllen. Unterstützt werdet ihr von verschiedenen Waffen und hin und wieder von Soldaten, die kurze Zeit mit euch auf Reisen gehen. Munition ist natürlich knapp, also solltet ihr nicht wie blöd in der Gegend rumballern. Jedoch könnt ihr euch schön auf die Suche begeben und jeden Winkel der Metro durchforsten, dann findet ihr auch viele Items für eure Schießeisen. Sehr viele Leichen haben noch brauchbare Gegenstände rumliegen, die ihr an euch nehmen könnt. Zu einem späteren Zeitpunkt kann man neben einem Messer, Wurfmesser, einer Pistole, zwei Hauptwaffen noch Bomben und Haftbomben finden. Das Arsenal ist zwar nicht so gut wie bei vergleichbaren Titeln, jedoch gibt es schon einige Waffen, die man immer wieder austauschen kann. Klar darf hier eine Pumpgun nicht fehlen, die Interessanteren waren allerdings die Luftdruckwaffen. Hier kann man den Tank leerballern und muss dann per Knopfdruck wieder Gas in die Waffe pumpen, wie bei einer Wasserpistole. Netter Gag! Ebenso hat man permanent eine Taschenlampe dabei, die man nach und nach auch wieder aufladen muss.

Die Geschichte lässt euch durch viele Ecken und Winkel der U-Bahn laufen, ebenso kommt ihr öfters ins Freie. Hier solltet ihr allerdings nicht ohne Gasmaske erscheinen, sonst erstickt ihr relativ schnell. Die Gasmaske kann man jederzeit auch wieder abnehmen, denn die Filter laufen auch langsam aus und leider gibt es hier auch nicht so viele.

Die Gegnervielfalt hält sich sehr in Grenzen. Meistens kommen menschenähnliche Mutanten auf euch zu, diese variieren ein wenig. Später gibt es dann eine stärkere Form und ein paar Flugwesen. Aber auch gegen Menschen müsst ihr mal kämpfen, leider ist die künstliche Intelligenz nicht wirklich gut. Auch wenn die Gegner hin und wieder mal in Deckung gehen, so verhalten sie sich meistens sehr dämlich. Mir ist es sogar schon passiert, dass ein Mutant einfach stehen bleibt und ich ihn erschießen konnte. Er wehrte sich nicht, naja vielleicht wollte er ja den Tod, wer weiß das schon?

Ein großer Pluspunkt des Spiels ist die Atmosphäre. Hier setzt THQ sehr auf viele Details und Effekte. Setzt man zum Beispiel die Gasmaske auf, so wirkt die Welt schwummrig. Wird man getroffen so splittert sie und bekommt Risse. Die Taschenlampe wird von Zeit zu Zeit dunkler, bis man sie wieder auflädt und alles in allem sieht es einfach beklemmend und furchteinflößend aus. Die Endzeitstimmung wurde grandios eingefangen, die Technik spielt Gott sei Dank auch mit. Es gibt keine Ruckler und es sieht meistens einfach nur fantastisch aus. Ihr werdet viele Details erkennen, in Tunnels liegen tote Ratten rum, Wände sind vollgekritzelt und Skelette zieren euren Weg. Die beklemmende Atmosphäre stellt sich direkt hinter „Dead Space“ an, viel fehlt nicht!

Ähnlich sieht es mit der Soundkulisse aus, überall sind Schockmomente vorprogrammiert. Die Dolby-Surround-Anlage wird gut unterstützt, man sollte sie nicht zu laut aufdrehen, die Nachbarn werden es euch danken. Ständig knarzt es, die Metrostationen strotzen vor Leben, man hört die Überlebenden quatschen und auch hier gibt es viele soundtechnische Details. Die Monster haben ein sehr furchteinflößendes Grunzen drauf, so einem möchte ich nicht real begegnen. Die Synchronisation ist relativ gut gelungen, was mir nicht passt, ist der Versuch einen russisch-deutschen Slang zu basteln. Der Versuch ging in meinen Augen in die Hose, denn so authentisch hört es sich nicht an.

Sonst gibt es nicht so viel zu sagen, leider gibt es keinen Mehrspielermodus. Leider hat man das Spiel relativ schnell durch, in ca. 8-10 Stunden hat man jeden Winkel des Spiels erkundet. Wo wir schon mal bei den Mankos sind, hier sind noch ein paar mehr, die ich euch noch beschreiben möchte. Zum einen sind die Figuren selbst relativ leblos gestaltet worden. Die Gesichter wirken eher tot als lebendig. Doch lassen wir das mal außer Acht, was mich richtig genervt hat, waren diverse unfaire Stellen im Spiel. Die Save-Punkte selbst sind sehr gut platziert, jedoch in meinem Fall zu gut. Einmal ist man draußen und muss in einem Gebäude einen Funkspruch rausschicken. Da ich dummerweise keine Filter für meine Gasmaske gekauft hatte, war mein Tod eh schon fast vorprogrammiert. Jedoch versuchte ich einen Filter zu finden bzw. den Abschnitt schnell zu beenden. Da ich nicht genau wusste wo ich hin muss (wobei eine relativ gute Anzeige normalerweise immer weiter hilft!), suchte ich den Punkt, an dem ich weiterkomme. Der Filter war fast alle, als ich die Stelle gefunden hatte. Jedoch speicherte er mir so doof, dass ich nur noch wenige Filterpunkte hatte und immer noch nicht wusste, wie ich weiter komme. Da man einen vorherigen Spielstand nicht laden kann, hatte ich noch einen Weg vor mir, aber wenig Filter. Die einzige Chance war es, einfach zu laufen und Forrest Gump zu spielen. Gott sei Dank schaffte ich es weiter, meine Aggression gegen diesen Abschnitt war allerdings groß! Ebenso ging es mir ein wenig später in der Bibliothek. Wie soll man denn bitte die besseren Mutanten schaffen, wenn fast nirgends Munition rumliegt? Naja, im Großen und Ganzen war es aber nicht so schlimm.


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Also ich war stellenweise echt begeistert, jedoch war ich zum Schluss echt enttäuscht, weil mir das Spiel einige graue Haare eingebracht hat. Allein die beiden Stellen, die ich oben beschrieben hatte, zeigt mir, dass es unausgeglichen ist und zu wenig überlegt bzw. getestet wurde. Alles andere ist super, die Atmosphäre ist unglaublich gut, die Grafik lässt sich sehen und auch die Musik und die Effekte passen sehr gut ins Spiel. Lassen wir mal das Manko mit der Synchronisation weg! Ich kann Metro 2033 wirklich jedem Horror-Shooter-Fan empfehlen. Es macht Spaß, es macht Angst und es fordert! Licht aus, Konsole und Anlage an und gib ihm…


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positiv negativ
  • Super Atmosphäre
  • Schöne Story
  • Tolle Lichteffekte
  • Viele Details
  • Zum Teil sehr gruselig
  • Untergrund und Außenlevels
  • Russisch-Deutsche Synchronisation
  • Dumme künstliche Intelligenz
  • Sehr linear
  • Kaum ein Wiederspielwert
  • Kein Mehrspielermodus
  • Kampagne umfasst nur ca. 8 Stunden





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