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Mindbug x King of Tokyo
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BEWERTUNG |
07.01.2026 von 2-PL4Y3R5Wir haben fast alles von Mindbug und sind begeisterte Spieler seit der ersten Stunde. Das Duell-Kartenspiel kommt bei uns öfter am Abend auf den Tisch, wenn meine Frau und ich uns noch etwas auf die Mütze geben wollen, ohne dass es wirklich weh tut. Wir haben auch King of Tokyo mit einigen Erweiterungen, das für uns als spaßiges Gruppen-Spiel mit der Familie und Nichtspieler-Freunden ungeschlagen ist. Nun haben sich die Verlage beider IPs wohl zusammengetan, für cleveres Co-Marketing und Mindbug x King of Tokyo sowie King of Tokyo: Mindbug herausgebracht. In dieser Rezension soll es um Mindbug x King of Tokyo gehen. Was macht es anders als die klassischen Mindbug Sets? Und kommen wirklich King of Tokyo Vibes auf? Wir haben es getestet.
Das Material und die Vorbereitung
Schauen wir uns den Spielaufbau an. Wie immer erhält jeder Spieler seine zwei Mindbugs, die er offen vor sich auslegt. Will heißen: nur zweimal während einer Partie darf man mindbuggen, also eine Kreatur, die der Gegner gerade spielen möchte, klauen und stattdessen selbst ausspielen. Diese zwei Mindbugs gilt es weise einzusetzen; „Mindbuggen“ ist die Kernmechanik in Mindbug und ein wichtiges strategisches Element. Neben den Mindbugs erhält jeder Spieler im King of Tokyo Crossover auch einen Würfel. Er zeigt ähnlich wie die Würfel in King of Tokyo die Zahlen 1, 2, und 3 sowie Blitz- und Tatzen-Symbole. Nur die Herzen fehlen.
Die restliche Vorbereitung unterscheidet sich nicht vom klassischen Mindbug. Alle Kreaturen-Karten werden gemischt. Dann erhält jeder Spieler 10 Karten, die den persönlichen Nachziehstapel bilden. Die übrigen Karten werden beiseitegelegt. Dann zieht jeder Spieler 5 Karten von seinem Nachziehstapel auf die Hand: das ist die Starthand. Außerdem stellen die beiden Spieler ihr Lebenspunkterad auf 3 Lebenspunkte ein.
Der Startspieler wird bestimmt, indem beide Spieler eine Karte von den übrigen, beiseitegelegten Karten ziehen. Der Spieler, der die Karte mit dem höheren Stärkewert gezogen hat, beginnt.
Das Spielziel
Wie in jedem Mindbug Set ist es das Ziel die gegnerischen Lebenspunkte auf 0 zu bringen. Das gelingt über cleveres Ausspielen von Kreaturen, mit denen man den Gegner attackieren kann. Dabei muss man die verschiedenen Schlüsselbegriffe der Kreaturen und ihre Fähigkeiten im Blick behalten, aber auch die Stärke einer Karte, um den Gegner zu überwältigen. Aber man darf auf keinen Fall eine Karte spielen, mit der man ganz klar die Oberhand gewinnt, denn das wird der Gegner merken und dann einfach mit seinem Mindbug die Kontrolle übernehmen, d.h. die Karte einfach stehlen und selbst verwenden.
Der Spielablauf
In Mindbug x King of Tokyo führen Spieler abwechselnd Spielerzüge aus, bis das Spielende ausgelöst wird. Dies kann auf zwei verschiedene Arten erfolgen, wobei ein Spieler immer dann verliert, wenn:
In einem Spielerzug hat man nur zwei mögliche Aktionen. Entweder man spielt eine Karte aus, oder man greift mit einer einzigen Kreatur an, die man zuvor ausgespielt hat.
Wenn man eine Karte ausspielt, zieht man unmittelbar auf 5 Handkarten nach, und zwar noch vor dem Ausführen eines Ausspieleffekts. Man zieht immer sofort nach, wenn man aus irgendeinem Grund weniger als 5 Handkarten haben sollte. Ist der Nachziehstapel leer, passiert stattdessen nichts.
Die zweite Option „mit einer Kreatur angreifen“ ist fast genauso simpel. Man wählt eine Kreatur im eigenen Spielbereich als Angreifer. Der Gegner darf dann entscheiden, ob er mit einer seiner Kreaturen den Angriff blocken möchte oder nicht. Tut er dies nicht, verliert er einen Lebenspunkt. Wenn er mit einer seiner Kreaturen blockt, werden die Stärkewerte der Kreaturen verglichen. Die Kreatur mit weniger Stärke wird auf den jeweiligen persönlichen Ablagestapel gelegt. Bei Gleichstand werden beide Kreaturen besiegt. Angreifen wäre aber nur halb so interessant hätten Kreaturen keine Schlüsselwörter. Denn diese sorgen dafür, dass sich die Grundregeln des Kampfes ändern. Mit Raserei darf man zweimal hintereinander angreifen. Mit Jäger darf man selbst die Kreatur des Gegners wählen, die blocken soll. Giftige Kreaturen besiegen auch stärkere und raffinierte Kreaturen können nur von anderen raffinierten Kreaturen geblockt werden. Neben den Schlüsselwörtern haben Kreaturen oft noch Fähigkeiten, die entweder permanent sind oder zu bestimmten Zeitpunkten ausgelöst werden können, z.B. beim Ausspielen oder wenn eine Kreatur besiegt wurde.
Was macht man mit Energiebrocken? Zu Beginn eines Spielerzuges darf man entscheiden, ob man Energiebrocken ausgibt, um eine oder mehrere der offen ausliegenden Powerkarten zu kaufen. Powerkarten werden sofort vom Nachziehstapel nachgelegt. Erst dann wird der Sofort-Effekt der gekauften Powerkarte ausgelöst, wonach sie auf den Ablagestapel kommt. Die Effekte auf Powerkarten können im richtigen Moment spielentscheidend sein: Energiebrocken auf Reserve zu haben lohnt sich also.
Spielmaterial
Cover & Bilder © Cover und Bilder im Artikel: Nerdlab Games / Bilder in der Galerie und Teaserbild: www.sofahelden.de Das Fazit von: 2-PL4Y3R5
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Im Vergleich zu anderen Mindbug Sets bekommt man mit Mindbug x King of Tokyo mehr für sein Geld. Zumindest was das Material angeht. Denn was wäre ein King of Tokyo Crossover ohne Powerkarten, Energie-Ressourcen und die großen schwarzen Würfel? Tatsächlich kommen diese Komponenten auch noch in genau dem bekannten King of Tokyo Design daher, unverwechselbar. Alles andere an Spielmaterial ist typisch Mindbug: man findet in der Schachtel ein Deck aus Kreaturen-Karten, die in diesem Set natürlich Figuren aus King of Tokyo zeigen. Außerdem gibt es wie immer zwei Lebenspunktezähler, in Form von kleinen Drehrädchen, und für jeden Spieler zwei Mindbug-Karten. Wer möchte, kann sich die passend designte, magnetisch schließende Deck Box dazu kaufen.
Das Vorhandensein von Blitz-Symbolen heißt auch: es gibt die Energie-Ressource. Und was macht man damit in King of Tokyo? Richtig!
Schauen wir uns zuerst die Option
Zuletzt können Kreaturen auch ein oder zwei 




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