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Play Dead - Die Todgeweihte
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BEWERTUNG |
30.01.2026 von MarSThanatose, oder auch Schreckstarre, ist ein Begriff aus dem Tierreich, der die völlige Bewegungsunfähigkeit zum Schutz des eigenen Lebens beschreibt. Manchmal kann es aber auch für den Menschen nützlich sein, sich tot zu stellen, wie der Horrorthriller Play Dead - Die Todgeweihte beweist...
Desorientiert und mit einer Stichwunde am Bauch erwacht Alison (Paula Brasca) in einem dunklen Keller. Umgeben von mehreren Frauenleichen erinnert sie sich nur daran, von einem unbekannten Mann (Damian Castillo) entführt worden zu sein, der nun regelmäßig den Raum betritt, um eine der Frauen mit nach oben zu nehmen. Um sich einen Überblick über ihre Situation zu verschaffen und eine Möglichkeit zur Flucht zu finden, bleibt Alison nichts anderes übrig, als sich tot zu stellen, sobald der maskierte Fremde sich erneut nähert...
Die Grundprämisse von Play Dead - Die Todgeweihte ist denkbar simpel gehalten, und dementsprechend wird auch gar nicht erst versucht, das Geschehen künstlich in die Länge zu ziehen. Gerade einmal etwa 70 Minuten beträgt somit die Laufzeit, und selbst in diesem beschränkten zeitlichen Rahmen wird man als Zuschauer das Gefühl nicht los, dass man vielleicht mit einem echten Kurzfilm besser bedient gewesen wäre. Immerhin gelingt es Regisseur Carlos Goitia durch den geschickten Einsatz von kleineren Wendungen sowie einem sauber vollzogenen Schauplatzwechsel, ebenso aber auch durch die erschaffene Atmosphäre, das Publikum bei der Stange zu halten, und damit keine Langeweile aufkommen zu lassen. Dennoch bleibt Play Dead - Die Todgeweihte eher ereignisarm und entwickelt einige repetitive Sequenzen, ebenso ist innerhalb des Szenarios nicht immer alles nachvollziehbar oder logisch. Letztendlich ist das Alles im Gesamtbild durchaus unterhaltsam und ordentlich in Szene gesetzt, abgesehen von einer bedrohlichen, überaus morbiden Atmosphäre sowie dem durchaus grotesken Unterton in der zweiten Filmhälfte hat die Handlung aber recht wenig zu bieten. Für die Menge an Inhalt und trotz der ohnehin schon kurzen Gesamtlaufzeit effektiv gesehen eindeutig zu lang, um wirklich zu fesseln...
Details der Blu-ray
Auch wenn der Film selbst recht hochwertig wirkt, macht sich bei der Qualität der Blu-ray dann doch die Low-Budget Herkunft bemerkbar. Schärfe und Detailgrad bewegen sich zwar auf einem ordentlichen Gesamtniveau, Kontrast und Schwarzwert allerdings bleiben eher schwach ausgeprägt - was in Anbetracht des in der ersten Filmhälfte sehr dunkel gehaltenen Geschehens etwas ungünstig ist. Insgesamt ist die Farbgestaltung sehr trostlos und trist, wobei es gleichzeitig an Farbtiefe und Farbsättigung mangelt. Ebenso verhalten zeigt sich die Tonspur, die überwiegend im vorderen Boxenbereich verbleibt und zwar eine klare Sprachausgabe bietet (wobei ohnehin nicht allzu viel gesprochen wird), allgemein aber sehr zurückhaltend mit Dynamik und Raumwirkung umgeht. Cover & Bilder © Busch Media Group GmbH Das Fazit von: MarS
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