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Exit 8
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BEWERTUNG |
28.10.2026 von MarSDie physische Heimkino-Veröffentlichung wurde durch Plaion Pictures von 22.10.2026 auf aktuell unbestimmte Zeit verschoben, doch wir konnten dennoch bereits einen Blick auf die kommende Blu-ray der Videospieladaption Exit 8 werfen, die seit 12.10. zumindest schon digital erhältlich ist...
Als wäre der Stress in der vollbesetzten U-Bahn noch nicht genug, bekommt ein Mann (Kazunari Ninomiya) mitten im Berufsverkehr auch noch einen Anruf seiner Ex-Freundin, die ihm eröffnet, schwanger zu sein. Völlig überfordert macht sich der Mann auf den Weg zum Ausgang, nur um festzustellen, dass die Tunnel scheinbar nirgendwo hinführen, und er immer wieder an derselben Stelle anzukommen scheint. Schon bald wird ihm klar, dass er dieser Situation nur entkommen kann, wenn er im Verlauf seines Weges auf jedes noch so kleine Detail achtet, dass sich verändert. Doch was ist tatsächlich eine Anomalie, und was ist Teil der Realität...?
Ein Tunnel in der Tokioter U-Bahn, der die volle Aufmerksamkeit des Spielers hinsichtlich Veränderungen in irgendeiner Form erfordert. Das ist das simple Grundkonzept des 2023 veröffentlichten Videospiels Exit 8, das sich schnell zum Indie-Kultspiel mauserte. Nicht gerade das beste Ausgangsmaterial, um daraus einen kompletten Spielfilm zu schustern. Und dennoch gelingt es Regisseur und Co-Autor Genki Kawamura dank einigen harmonisch integrierten eigenen Ideen, zahlreichen sehr interessanten inszenatorischen Spielereien sowie der grundsätzlich absolut detailgetreuen Kopie der Videospielvorlage, einen durchaus fesselnden kleinen Mysterythriller abzuliefern, der einerseits durch sein surreales Konzept mit einigen eingestreuten Horrorelementen wie auch die vielen Interpretationsmöglichkeiten zu gefallen weiß. Gleichzeitig gelingt es Exit 8 auf diese Weise, nicht nur diejenigen anzusprechen, die bereits das gleichnamige Videospiel gespielt haben, sondern auch völlige Neulinge ebenso zu faszinieren wie zum selbst Miträtseln einzuladen. Für Abwechslung sorgen dabei im Verlauf nicht nur die Anomalien, die es zu entdecken gibt, und die von simplen, minimalistischen Veränderungen bis hin zu fiesen Jumpscare-Momenten reichen, sondern auch die wechselnden Perspektiven, aus denen das Geschehen geschildert wird. So variiert die Inszenierung von anfänglicher Ego-Perspektive (die sogar die akustische Wahrnehmung der Umgebung mit einschließt) über den klassischen Blick des zentralen Charakters bis hin zum kompletten Wechsel der Figuren, aus deren Sicht die Ereignisse erzählt beziehungsweise gezeigt werden. Das sorgt nicht nur für einen sich stetig verändernden Blickwinkel auf das Geschehen inklusive neuen Erkenntnissen, die gleichzeitig den surrealen Ansatz der Inszenierung fördern, sondern lässt den Zuschauer auf diese Weise immer tiefer in die erschaffene Welt eintauchen. Wohl nicht ganz umsonst weckt Exit 8 ein wenig Erinnerungen an die ganz ähnlich inszenierte Videospieladaption Backrooms, die ebenfalls vor allem auf eine unangenehme Atmosphäre sowie eigene Interpretationsmöglichkeiten durch den Zuschauer gesetzt, und sich damit vom klassischen Mainstream bewusst abgesetzt hatte...
Details der Blu-ray
Das Bild der Blu-ray überzeugt durch eine hervorragende Schärfe sowie ihren hohen Detailgrad, während selbst die minimalistische und von hellen Fliesen dominierte Location dank des sehr gut ausbalancierten Kontrast- und Schwarzwerts optisch sehr ansprechend in Szene gesetzt ist. Ebenso gelungen ist die Tonspur, die sich nicht nur als sehr dynamisch, sondern auch äußerst atmosphärisch erweist. Highlights sind hier nicht nur diverse Szenen, die das grundsätzlich eher ruhige Geschehen geschickt durch Jumpscares oder Actionmomente durchbrechen, sondern vor allem immer dann, wenn akustische Effekte wie beispielsweise der Einsatz von geräuschunterdrückenden Kopfhörern in der Anfangsphase mit im Spiel sind. Cover & Bilder © Plaion Pictures Das Fazit von: MarS
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