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The Toxic Avenger
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BEWERTUNG |
28.01.2026 von XthoniosMit The Toxic Avenger (2025) wagt Regisseur Macon Blair eine moderne Neuinterpretation des legendären Troma-Kultklassikers. Der Film kombiniert grotesken Humor, bissige Gesellschaftssatire und prominente Darsteller wie Peter Dinklage, Kevin Bacon und Elijah Wood, um die trashige Seele des Originals in ein zeitgemäßes Gewand zu übertragen. Die Sofahelden haben die radioaktive Satire unter den Geigerzähler gehalten.
Winston Gooze (Peter Dinklage) führt ein bescheidenes Leben als unterbezahlter Hausmeister und versucht gleichzeitig, ein verlässlicher Vater für seinen Stiefsohn Wade zu sein. Sein Alltag ist geprägt von gesundheitlichen Problemen und finanziellen Sorgen, die sich dramatisch zuspitzen, als er eine lebensbedrohliche Diagnose erhält und die nötige medizinische Behandlung für ihn unbezahlbar bleibt.
Ein letzter verzweifelter Versuch, Unterstützung von seinem Chef Bob Garbinger (Kevin Bacon), einem skrupellosen Unternehmer der Gesundheits- und Nahrungsergänzungsmittelbranche, zu erhalten, endet in Demütigung. Der darauffolgende Konflikt setzt eine verhängnisvolle Ereigniskette in Gang, die damit gipfelt, dass Winston nach einer Auseinandersetzung in ein Becken mit radioaktivem Abfall gestoßen wird. Dort unterliegt er einer grotesken Mutation und erhebt sich als der Toxic Avenger – ein bizarrer, aber moralisch getriebener Antiheld mit übernatürlichen Kräften.
Als Toxie nimmt Winston den Kampf gegen korrupte Machenschaften, kriminelle Schlägertrupps und die moralische Verkommenheit der Stadt auf. Dabei muss er nicht nur seine neuen Kräfte kontrollieren, sondern auch die wachsende Distanz zu seinem Sohn überbrücken, der sich schwer damit tut, die monströse Transformation seines Vaters zu akzeptieren.
Toxic Avenger als Horror- und Splätterparodie so mancher 80er C-Movies ist durchaus unterhaltsam. Besonders muss man jedoch die drei Hauptprotagonisten hervorheben. Peter Dinklage aka Winston Gooze als armutgeplagter, kranker und fürsorgerlicher Vater kann mit Menschlichkeit und Emotionalität glänzen. Dank seiner schauspielerischen Künste sorgt er dafür, dass Winston als Figur ernst genommen wird.
Kevin Bacon als grandioser Bösewicht spielt hervorragend überspitzt und geht gefühlt hervorragend in die überdrehte und selbstverliebte Gestalt von Bob Garbinger auf.
Auch Elijah Wood - wenn auch als Nebenrolle - sorgt mit seinen Auftritten als Bruder und Sicherheitsbeauftragter für herrlich prägnante und leidschaftliche Momente. Seine Rolle ergänzt die groteske Gesamtheit des Films.
Details der 4K UHD
Die 4K-UHD-Veröffentlichung erscheint mit einem 2160p-Transfer und HDR10, der besonders die praktischen Effekte, das Splatter-Design und die farbintensiven Szenen hervorhebt. Bildschärfe und Farbkontraste sind stark, obwohl manche Szenen durch ein Rauschen und gelegentliche Überbelichtung. Insgesamt liefert das UHD-Bild eine solide, teils sehr eindrucksvolle Präsentation des Materials.
Der deutsche Ton liegt in DTS-HD MA 5.1 vor und bietet klare Dialoge sowie einen druckvollen Mix während der Actionsequenzen, nur einmal gehen die Dialoige ein wenig in dem FIlm unter (Parkszene). Während die UHD-Disc lediglich den Film enthält, bietet die Blu-ray eine Reihe von Extras: Audiokommentar mit Macon Blair, Behind-the-Scenes-Material, Featurettes und Trailer. Englischsprachige Hörer bekommen eine noch etwas bessere Dolby Atmos Tonspur geboten, die gerade räumlich die Nase vorn hat.
Details des Steelbooks
Das Rezensionsmuster lag uns als exklusives Steelbook vor. Das Steelbook erscheint in einem passenden "Radioaktiv" Grün und einem Prägemuster des Toxic Avengers. Ein absolutes Highlight wäre wohl gewesen, wenn die Farbe fluroszierend wäre. Das FSK Logo ist nur auf einem beiliegenden Schuber gedruckt. Innen liegen neben der 4K auch die Blu-ray dabei.
Cover & Bilder © capelight pictures OHG / TM & © 2025 Legendary / Produktfotos: www.sofahelden.de Das Fazit von: Xthonios
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